09 Aug

VW begeistert von Leichtbauroboter „Klara“

„Klara“, so lautet der Name für einen Leichtbauroboter, der an der Fachhochschule Südwestfalen entwickelt wurde. Der Leichtbauroboter ist auf einer mobilen Plattform installiert und verfügt über eine Spezialsoftware, die ebenfalls an der FH in Iserlohn programmiert wurde. Der Roboter ist ziemlich wendig und kann Dinge wie Post austragen und Aufzug fahren. Nun will der Autohersteller VW „Klara“ in der eigenen „digitalen Bilderfabrik“ einsetzen.

In dieser digitalen Bilderfabrik geht es darum, dem Kunden vor dem Kauf zu zeigen, wie der eigens zusammengestellte Wagen später aussehen würde, sowohl von innen, als auch von außen. Für diese Darstellung muss das Team am Hauptrechner jedoch immer auf die echten Ressourcen (Lacke, Kunststoffe, …) zurückgreifen, was logischerweise ein hoher Aufwand ist und eingespart werden könnte – und so soll in Zukunft „Klara“ diese Aufgabe übernehmen.

Einen Eindruck von den Fähigkeiten des Leichtbauroboters und dem was an Software dahinter steckt, bekommt man in diesem Video einen ersten Eindruck:

03 Aug

Hersteller KUKA mit Gewinneinbruch

Nachdem der Hersteller von Leichtbaurobotern KUKA von Midea aus China übernommen wurde, kam es nun zu einem Gewinneinbruch. Verantwortlich dafür sind die Sonderkosten für die Übernahme durch den chinesischen Konzern und das Aufschieben von Aufträgen in das zweite Kalenderhalbjahr. Bis Mittwoch haben die Aktionäre noch Zeit, auf das Übernahmeangebot aus Fernost einzugehen.

Midea hält bereits 86 Prozent der Aktien. Die mehr als 12.000 Arbeitsplätze sollen bis 2023 sicher sein. Die Kosten im Zusammenhang mit der Übernahme durch Midea hatten die Augsburger jüngst auf 30 Millionen Euro beziffert. Dazu zählen Aufwendungen etwa für Beratungskosten und Kosten für Mitarbeiter-Aktienprogramme.

Quelle: Heise.de
Der Gewinn betrug im zweiten Quartal zwei Drittel weniger als noch im ersten Quartal des Jahres; auch der Umsatz sank um 7% auf gut 700 Millionen Euro. Der Ebit sank um 62%, der Gewinn um 64% auf 9,5 Millionen Euro.

13 Jul

Entwicklungsumgebung Universal Robots+

Universal Robots veröffentlichte letzten Monat die Entwicklungsumgebung „Universal Robots+“, in welcher man alle Anwendungen (sog. URCaps) für die verschiedenen Roboterarmmodelle der Dänen (UR3, UR5, UR10) entwickeln kann. Die URCaps können dabei prinzipiell alles sein, egal ob ein neues Softwaremodul, oder eine maßgeschneiderte Hardwarekomponente. Dabei verfolgt Universal Robots das zentrale Ziel, die Integrationszeit zu reduzieren, sowie Kosten für alle Beteiligten zu senken.

„Mit Universal Robots+ ist es uns gelungen, eine Win-Win-Win-Situation zu schaffen, von der die Entwickler-Community, unsere Vertriebspartner und unsere Endkunden profitieren“ […]  „Die Teilnehmer am Developer-Programm +YOU erhalten von Universal Robots kostenfreie Unterstützung bei der Entwicklung von URCaps. Unsere Vertriebspartner sparen Zeit und Kosten in den Bereichen Entwicklung und Testing, indem sie neben ihren eigenen Applikationen über den Showroom Zugriff auf zahlreiche URCaps erhalten, die als einfache Plug & Play-Lösungen eingesetzt werden können. Und unsere Endkunden profitieren von individuellen Komplettlösungen, die noch schneller und einfacher zu implementieren sind als bisher. Damit heben wir den einfachen Zugang zu effizienten und sicheren Automatisierungslösungen auf ein neues Level und erweitern das Thema Kollaboration um eine entscheidende Komponente: die Zusammenarbeit mit den Entwicklern von heute und morgen.“

– Esben H. Østergaard, CTO und Mitbegründer von Universal Robots

Die Version in englischer Sprache von Universal Robots+ ist bereits online und auch der Universal Robots Showroom mit bis jetzt fertig gestellten URCaps ist bereits online.

27 Jun

Roboterbauer Kuka bekommt Übernahmeangebot aus China

Der Roboterbauer Kuka könnte schon bald vom chinesischen Konzern Midea übernommen werden, so berichtete z.b. heise.de das die Vereinbarung kurz bevorstehe; Mideas Angebot beinhaltet dabei viele Garantien. Durch eine Vereinbarung der Investoren sollen alle Kuka-Standorte auf der Welt festgeschrieben werden, die Stellen sind ebenfalls garantiert.

Midea hatte vor rund einem Monat angekündigt, mehr als 30 Prozent an Kuka übernehmen zu wollen. Die Chinesen bieten 115 Euro je Aktie. […] Nach dem Brexit-Votum war der Kurs der Kuka-Aktie am Freitag auf 107,35 Euro abgerutscht.

Darüber hinaus solle der Hauptsitz der Firma weiterhin in Augsburg bleiben und sich nicht nach China verlagern. Diese Regelung soll, anders als üblich, sogar bis 2023 gelten. Nach Klärung letzter Details könne die Unterschrift schon in einigen Tagen erfolgen, so verschiedene Quellen.

China ist für Kuka ein idealter Wachstumsmarkt in Hinblick auf die Roboter- und Automationstechnik, dies war den Augsburgern natürlich auch schon länger klar. Zusammen mit einem solchem wachsenden Markt kann Kuka weiterhin erfolgreich bei wichtigen Zukunftstechnologien der Industrie 4.0 aktiv sein.

20 Jun

Ford setzt auf kollaborierende Roboter

Kollaborierende Roboter bzw. Leichtbauroboter sind endgültig in der Industrie angekommen. Eine aktuelle Pressemitteilung von Ford beweist die Weitsicht des Autoherstellers, der nun in der Kölner Ford Fiesta-Fertigung die neueste Generation der Leichtbauroboter mit modernster Sensorik einsetzt. Diese sind komplett in die Montagelinie eingebunden, eine so vollständige Integration der neuen Technik hat es in der Fahrzeugmontage bisher noch nicht gegeben.

Die Aufgabe des neuen Systems ist die Überkopf-Arbeit beim Einbau der Stoßdämpfer, wodurch die Mitarbeiter entlastet werden. Diese direkte Erleichterung der Mitarbeiter ist eines der großen Ziele von Industrie 4.0. In diesem Fall platziert der Mensch (der Mitarbeiter) die Schrauben und den Stoßdämpfer, bevor er dem Roboter mittels Berührung einen Impuls zur Kontrolle der Position von Schrauben und Stoßdämpfer gibt. Ist der Roboter beim Radhaus angelangt, kontrolliert der Mitarbeiter zum letzten Mal die Position, geführt über einen Haltegriff am Roboter und kann dann das Signal zum Schrauben geben.

„Insgesamt verfügt die Ford Endmontage damit aktuell über vier dieser Leichtbauroboter, die im Bereich der Stoßdämpfermontage genutzt werden. Die bisherigen Rückmeldungen der Mitarbeiter an den Arbeitsstationen sind sehr positiv. Danach hat sich ihre körperliche Belastung merklich reduziert“,  so ein Vertreter der Ford-Werke GmbH.

14 Jun

Industrie prophezeit Roboter Boom

Im jährlichen Automatica Trend-Index 2016 hat sich bestätigt, wovon viele Entscheider schon seit ein paar Jahren ausgehen. So erwarten 81% aller Automatisierungsmanager in Deutschland eine starke Zunahme von Robotern in mittelständischen Unternehmen.

Dabei spielen insbesondere die Leichtbauroboter und kollaborativen Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten sollen, eine immer größere Rolle. So gehen 85% davon aus, dass MRK Systeme die Automatisierung weiter vorrantreiben werden und das Industrieroboter mit digitaler Vernetzung die Fertigungsmethoden zukünftig weiter verbessern könnten.

Um den Trend noch besser zu verdeutlichen, hier einmal weitere Kennzahlen aus der Befragung im Rahmen des Automatica Trend-Index:

  • 52% der deutschen Betriebe nutzen bereits Industrieroboter oder analysieren derzeit die Möglichkeiten, solche zu nutzen
  • 27% haben generelles Interesse an neuen Lösungen
  • 16% haben noch nicht über den Einsatz eines Roboters nachgedacht und nur 5% haben sich gegen einen Einsatz von Robotern entschieden
  • wichtig ist für gut 90% das Roboter präziser und schneller arbeiten und auch nicht ermüden

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich der Trend konkret weiterentwickelt, die ungefähre Richtung sollte jedoch deutlich geworden sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anschaffungskosten für Leichtbauroboter und kollaborative Roboter entwickeln, denn diese sind für viele mittelständische Unternehmen aktuell noch zu hoch.

14 Jun

Kollaborative Roboter: Neuheiten von Yaskawa

Zum ersten Mal stellte die Firma Yaskawa den kollaborativen Roboter mit dem Namen „Motoman HC10“ einem Publikum im Rahmen der Automatica-Messe außerhalb von Japan vor. Viele Details ließ sich der Hersteller dort jedoch leider nicht entlocken. Wer sich für dieses Modell interessiert, bekommt in diesem Video noch einige Impressionen zu dem Motoman HC10:

Dafür zu der ebenfalls neuen Roboterserie GP, von der sie die Modelle GP7 und GP8 vorstellen. Die beiden genannten Robotermodelle haben eine Tragkraft von 7kg/8kg und sind dank der Ausführung in der Schutzklasse IP67 auch für Einsätze in raueren Umgebungen gedacht, in denen sie dann Handling- und Automatisierungsaufgaben übernehmen können.

Die Steuerung ist ebenfalls neu, dank der YRC1000 können die Roboter nun noch schneller auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt werden.

13 Jun

Universal Robots

Universal Robots ist ein dänischer Hersteller von Leichtbauroboter aus Dänemark. Seit der Gründung ist es das erklärte Ziel von Universal Robots, das die Robotertechnologie auch kleineren Betrieben zu gute kommen kann.

Um dies zu erreichen ist seit 2005 auch ein Investor, nämlich der dänische öffentliche Investmendfond „Syddansk Innovation“ mit an Bord der Roboterschmiede; 2008 folgte der dänische State Investment Fund, der das Potential von Leichtbaurobotern erkannte. Bis 2015 Universal Robots von Teradyne Inc. für 285 Mio. Dollar aufgekauft wurde.

Gründung: 2005
Sitz: Odense, Dänemark
Leitung: Enrico Krog Iversen (CEO), Esben H. Østergaard (CTO&Founder)
Branche: Industrieroboter
Umsatz: 29,2 Mio. Euro (2014)
Mitarbeiter: 270+

Die drei Hauptprodukte sind die Leichtbauroboter UR3, das kleinste Modell, den UR5, einem Standardmodell und dem größten, UR10. Alle drei haben ein geringes Eigengewicht (11kg/18kg/28kg) und eignen sich deshalb sehr für einen Einsatz in kleineren Betrieben.

Alle Modelle haben zwei Sicherheitsmodi, einmal dem Standardmodus und einen reduzierten Sicherheitsmodus, natürlich sind beide TÜV zertifiziert. Universal Robots selber hat in mehr als 40 Ländern über 9000 Leichtbauroboter im Einsatz, davon laufen etwa 80% ohne Schutzzäune oder andere Sicherheitsmaßnahmen.

13 Jun

KUKA

KUKA AG

„KUKA Roboter“ ist die Roboter-Sparte des Maschinenbauunternehmens KUKA AG (ehemals IWKA), einem börsennotiertem Unternehmen aus Deutschland (Augsburg). Neben „KUKA Roboter“ führt das Unternehmen den Geschäftsbereich „KUKA Laboratories“ und „KUKA Systems“.

Rechtsform: Aktiengesellschaft
Gründung: 1898
Sitz: Augsburg, Deutschland
Leitung: Till Reuter, Vorstandsvorsitzender (CEO), Peter Mohnen (CFO)
Mitarbeiter: 12.300 (2015)
Umsatz: 2,966 Mrd. Euro (2015)

KUKA Roboter

Kerngeschäft von KUKA Roboter ist die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Industrierobotern (z.b. Leichtbauroboter; kollaborative Roboter) und automatisierten Produktionslösungen für die Autobranche, Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt.

Der LBR iiwa ist wohl eines der bekanntesten Produkte des Roboterherstellers. Iiwa steht für „intelligent industrial work assistant“ und KUKA wird diesem Motto treu, da mit dem LBR iiwa die direkte aber ungefährliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ermöglicht wird. Es gibt sie in zwei Ausführungen mit 7 und 14 kg Traglast.

13 Jun

Fanuc

Die Fanuc K.K. ist ein Maschinenbauunternehmen aus Japan und liegt in Oshino, nahe am Fuß des Berges Fuji. „Fanuc“ steht für „Fuji Automatic Numerical Control“. Hergestellt werden von der japanischen Firma u.a. Industrieroboter und Werkzeugmaschinen.

Roboter rücken immer mehr in den Fokus von Fanuc. So wurde bereits 1989 die Stiftung „Fanuc FA&Robot Foundation“ gegründet, die die Entwicklung in den Bereichen Automatisierung, Maschinen und Roboter vorantreiben soll. Finanziert wird die Stiftung durch einen Fanuc eigenen Fond.

Rechtsform: K.K. (Kabushiki kaisha)
Gründung: 1972
Sitz: Oshino, Japan
Leitung: Yoshiharu Inaba
Mitarbeiter: 6000
Umsatz: 5,66 Mrd. Euro (2014/2015)

Seit einiger Zeit entwickelt Fanuc auch kollaborative Leichtbauroboter, wie den CR-35iA. Er hat eine Nutzlast von 35kg, bei einer Reichweite bis 1,8m. Wie auch mit Modellen der Konkurrenz kann man den CR-35iA in Umgebungen ohne Sicherheitszäune einsetzen, da Kraftsensoren integriert sind und zusammen mit der Soft-Cover-Oberfläche exzellente Sicherheit bieten.