20 Jun

Ford setzt auf kollaborierende Roboter

Kollaborierende Roboter bzw. Leichtbauroboter sind endgültig in der Industrie angekommen. Eine aktuelle Pressemitteilung von Ford beweist die Weitsicht des Autoherstellers, der nun in der Kölner Ford Fiesta-Fertigung die neueste Generation der Leichtbauroboter mit modernster Sensorik einsetzt. Diese sind komplett in die Montagelinie eingebunden, eine so vollständige Integration der neuen Technik hat es in der Fahrzeugmontage bisher noch nicht gegeben.

Die Aufgabe des neuen Systems ist die Überkopf-Arbeit beim Einbau der Stoßdämpfer, wodurch die Mitarbeiter entlastet werden. Diese direkte Erleichterung der Mitarbeiter ist eines der großen Ziele von Industrie 4.0. In diesem Fall platziert der Mensch (der Mitarbeiter) die Schrauben und den Stoßdämpfer, bevor er dem Roboter mittels Berührung einen Impuls zur Kontrolle der Position von Schrauben und Stoßdämpfer gibt. Ist der Roboter beim Radhaus angelangt, kontrolliert der Mitarbeiter zum letzten Mal die Position, geführt über einen Haltegriff am Roboter und kann dann das Signal zum Schrauben geben.

„Insgesamt verfügt die Ford Endmontage damit aktuell über vier dieser Leichtbauroboter, die im Bereich der Stoßdämpfermontage genutzt werden. Die bisherigen Rückmeldungen der Mitarbeiter an den Arbeitsstationen sind sehr positiv. Danach hat sich ihre körperliche Belastung merklich reduziert“,  so ein Vertreter der Ford-Werke GmbH.

14 Jun

Industrie prophezeit Roboter Boom

Im jährlichen Automatica Trend-Index 2016 hat sich bestätigt, wovon viele Entscheider schon seit ein paar Jahren ausgehen. So erwarten 81% aller Automatisierungsmanager in Deutschland eine starke Zunahme von Robotern in mittelständischen Unternehmen.

Dabei spielen insbesondere die Leichtbauroboter und kollaborativen Roboter, die mit Menschen zusammenarbeiten sollen, eine immer größere Rolle. So gehen 85% davon aus, dass MRK Systeme die Automatisierung weiter vorrantreiben werden und das Industrieroboter mit digitaler Vernetzung die Fertigungsmethoden zukünftig weiter verbessern könnten.

Um den Trend noch besser zu verdeutlichen, hier einmal weitere Kennzahlen aus der Befragung im Rahmen des Automatica Trend-Index:

  • 52% der deutschen Betriebe nutzen bereits Industrieroboter oder analysieren derzeit die Möglichkeiten, solche zu nutzen
  • 27% haben generelles Interesse an neuen Lösungen
  • 16% haben noch nicht über den Einsatz eines Roboters nachgedacht und nur 5% haben sich gegen einen Einsatz von Robotern entschieden
  • wichtig ist für gut 90% das Roboter präziser und schneller arbeiten und auch nicht ermüden

Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich der Trend konkret weiterentwickelt, die ungefähre Richtung sollte jedoch deutlich geworden sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anschaffungskosten für Leichtbauroboter und kollaborative Roboter entwickeln, denn diese sind für viele mittelständische Unternehmen aktuell noch zu hoch.

14 Jun

Kollaborative Roboter: Neuheiten von Yaskawa

Zum ersten Mal stellte die Firma Yaskawa den kollaborativen Roboter mit dem Namen „Motoman HC10“ einem Publikum im Rahmen der Automatica-Messe außerhalb von Japan vor. Viele Details ließ sich der Hersteller dort jedoch leider nicht entlocken. Wer sich für dieses Modell interessiert, bekommt in diesem Video noch einige Impressionen zu dem Motoman HC10:

Dafür zu der ebenfalls neuen Roboterserie GP, von der sie die Modelle GP7 und GP8 vorstellen. Die beiden genannten Robotermodelle haben eine Tragkraft von 7kg/8kg und sind dank der Ausführung in der Schutzklasse IP67 auch für Einsätze in raueren Umgebungen gedacht, in denen sie dann Handling- und Automatisierungsaufgaben übernehmen können.

Die Steuerung ist ebenfalls neu, dank der YRC1000 können die Roboter nun noch schneller auf eine höhere Geschwindigkeit beschleunigt werden.